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Eine Zahnärztin hat es nach dem allerersten Behandlungstag auf den Punkte gebracht.

„Auch wenn es weniger als ein Tropfen auf den heissen Stein ist; für Einzelne macht es einen Unterschied, ob wir behandeln oder nicht.“

Behandelung im LKW

Diese Betrachtungsweise macht uns Mut, spornt uns an hilft uns, in Momenten der Unsicherheit den Fokus zu wahren.

Die erste Woche in Griechenland ist beendet und ein Fazit in Worten zu fassen ist und bleibt schwierig. Trotzdem möchten wir mit diesem kurzen Bericht all unsere Supporter/innen mit auf die unvergessliche Reise nach Griechenland nehmen.

Unsere Zahnärzte und Zahnärztinnen wie auch die Assistentinnen arbeiten unter schwierigen Bedingungen und mit einfachsten Mitteln. Wir brauchen etwas Zeit, um uns im Team, mit den Prozessen und den verschiedenen Aufgaben zu organisieren. Doch bereits am ersten Tag werden Zähne gezogen, Füllungen gemacht und Zahnreinigungen durchgeführt. Zudem werden wartende Patienten /innen in der Prophylaxe geschult.

Die Immigranten und Flüchtlinge (meist aus Syrien, Iran und Irak) kommen beinahe sippenweise zu unsrem LKW, den wir bei einer lokalen Kirche stationieren. Die Stimmung ist heiter, hektisch und euphorisch. Unsere Übersetzer aus Israel kennen das Temperament der zu Behandelnden, was sich für die Planung der Konsultationen als wichtig erweist. So lässt sich Ordnung (nicht nach Schweizer Vorstellung) ins herrschende Chaos bringen.

Patientin Greece

Wer sich behandeln lässt, geht nicht nur mit geflickten Zähnen, sondern auch mit einer Einkaufstasche voll Lebensmitteln und Hygieneartikel nach Hause. Das erfüllt uns mit grosser Dankbarkeit. Hungernde Mägen zu stillen macht genauso viel Freude wie löcherige Zähne zu flicken.

Die Geschichten und die Umstände unserer aussergewöhnlichen Patienten geben uns mehr zu denken als deren Zahnhygiene. Am Ende des Tages bleibt offen, ob wohl es die Zahnbehandlung, die ermutigenden Worte oder das offene Ohr war, dass die Aufsuchenden am meisten berührt hat.

2018-10-25T10:05:30+00:00